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Reisen mit Medi

Reisen mit betäubungsmittelhaltigen Medikamenten
Am 12. Dez. 2008 trat das Schengen-Übereinkommen zwischen der Schweiz und der EU in Kraft. Unter anderem ergab sich daraus eine Änderung für Patienten, die in einen Schengenstaat reisen und betäubungsmittelhaltige Medikamente mitführen. Zu diesen gehören auch die Stimulanzien wie Ritalin und Concerta. Neu braucht es dafür eine offizielle Bescheinigung, die von Ärzten ausgestellt und von der Abgabestelle beglaubigt wird. Weitere Informationen, sowie das offizielle Formular finden Sie auf: www.swissmedic.ch/betm.asp

Formular zur Bescheinigung von Swissmedic [185 KB]

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UNO-Bericht
Stellungnahme der ADHS-Organisation elpos zum UNO-Bericht vom 4. Februar 2015 betreffend Umgang der Schweiz mit dem Thema ADHS und Stimulanzien-Einsatz bei Kindern und dessen Forderungen elpos zum grössten Teil erfüllt.

Die ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit oder ohne Hyperaktivität) polarisiert wie kein anderes neurobiologisches Störungsbild. Wenn darüber geschrieben wird, werden häufig Schlagwörter wie Modediagnose oder Hirndoping verwendet. Dies verunsichert und diffamiert vor allem die Betroffenen. Seit 40 Jahren setzt sich die ADHS-Organisation elpos (ca. 3000 Mitglieder) ehrenamtlich für diese Menschen ein. Wir verfügen landesweit über das wohl umfangreichste Wissen, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dieser Thematik in unserer Gesellschaft wahrgenommen und unterstützt werden. Irritierend ist die Tatsache, dass den Verfassern des UNO-Berichtes anscheinend entgangen ist, dass elpos einen wichtigen Teil der Forderungen erfüllt. Aus diesem Grund gelangen wir nun mit einer öffentlichen Stellungnahme an die Medien und die UNO.

Forderung 1 :
Erforschung nicht-medikamentöser Ansätze zu Diagnose und Behandlung von ADHS

elpos unterstützt diese Forderung, da wrir die Erfahrung machen, dass Eltern und Betroffene gerne auch andere Therapieformen als Alternative hätten als die Behandlung mit Stimulanzien Die Bemühungen der ADHS-Organisation elpos zielen darauf ab, Eltern und Bezugspersonen von betroffenen Kindern und Jugendlichen sachlich, ganzheitlich und wertneutral zu informieren und zu unterstützen. Aus diesem Grund verfasste die ADHSOrganisation elpos wir die psycho-edukative Fachpublikation „Was ist ADHS?“ Denn: Nur wer versteht, was eine ADHS ist und bewirkt, der kann Verständnis und Toleranz für den betroffenen Menschen und seine Bezugspersonen entwickeln. Wir stellen fest, dass diese Haltung in unserer Gesellschaft leider längst nicht gegeben ist!

Forderung 2:
Sicherstellung, dass die zuständigen Gesundheitsbehörden die Ursachen von Unaufmerksamkeit im Unterricht eruieren und die Diagnose von psychischen Problemen bei Kindern überwachen.

Im Wissen, dass die Kern-Symptome einer ADHS durch Druck (Prüfungsstress, Faktor Zeit) und Überreizung (Unruhe und Lärmpegel im Schulzimmer) verstärkt werden, ist es tatsächlich so, dass die aktuelle Situation in vielen Schulen für einen ADHS-betroffenen Schüler, wie auch für die Lehrpersonen eine grosse Herausforderung ist. Eine gute Beziehung zwischen Elternhaus und Schule wirkt sich positiv verstärkend auf das Verhalten des Kindes im Unterricht aus. Bezüglich der Diagnose vertritt elpos eine klare Haltung: Die Abklärung muss sorgfältig, breitgefächert und differenziert sein. Die Wahl der Therapie entspricht den individuellen Auswirkungen der ADHS und der Intensivität des Leidensdrucks des betroffenen Kindes.

Forderung 3 :
Stärkung und Sicherstellung der psychologischen und emotionalen Unterstützung von Familien, sowie die ausführliche Information zur ADHS-Thematik für Kinder, Eltern, Lehrer und andere Fachkräfte

Diesem Auftrag kommt elpos seit vier Jahrzehnten nach. Die Organisation führt in sieben Regionen kostenlose Beratungsstellen, die durch Fachpersonen besetzt sind. Dreimal jährlich erscheint die elpost zu einem Schwerpunkt-Thema. Zudem organisieren wir regelmässig Workshops (Elterntraining, Psychoedukation) und Referate rund um die Thematik ADHS, damit sich Interessierte auf diese Weise autonom informieren und Unterstützung holen können. In Gesprächsgruppen können sich Eltern und Bezugspersonen austauschen. Bezüglich Aufklärung wird demnächst ein Spezial-Manual für Schulen und Pädagogen erscheinen, das Fachwissen, Strategien und Tipps für einen entspannteren Umgang mit betroffenen Schülern, Lehrlingen vermittelt. Es ist die dritte elpos-Fachpublikation, um die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren und den Dialog zwischen Schule und Elternhaus zu fördern.

Forderung 4 :
Ergreifen von Massnahmen, um zu vermeiden, dass Eltern unter Druck gesetzt werden, ihr Kind mit Psychostimulanzien zu behandeln.

elpos weist seit Jahren in aller Deutlichkeit darauf hin, dass jedes Kind einzigartig ist und statt seiner Defizite die Ressourcen gestärkt werden müssen, damit es trotz seinem Handicap ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln kann. In unserer Fachpublikation „Das hilf bei ADHS“ werden ganzheitliche und auf die individuellen Schwierigkeiten des Kindes basierende Therapie- und Unterstützungsansätze beschrieben (dies im Rahmen des multimodalen Behandlungskonzeptes).

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Kursteilnahme


Kursteilnahme: Neue Weisung des BSV ab 16. Mai 2012

Auf der Basis von Artikel 74 des Invalidengesetzes überprüft das BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen), das uns seit Jahren finanziell unterstützt, die rechtmässige Verwendung der Versicherungsgelder. Hierzu sind wir verpflichtet, dem BSV folgende Personendaten bekanntzugeben:

Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum (Tag, Monat, Jahr) des leistungsberechtigten Kindes der Kursteilnehmenden.

Dies betrifft alle Teilnehmenden, die
a) ein IV-anerkanntes Kind haben
b) ein Kind, das in den letzten 10 Jahren eine sonderpädagogische Massnahme zugesprochen bekommen hat (Heilpädagogische Früherziehung, Integrierte Förderung, Logopädie, Psychomotorik, Sonderschule). Diese Massnahmen werden seit 2008 nicht mehr von der IV finanziert, wir dürfen die Kinder aber trotzdem als beitragsberechtigt angeben. Für die sonderpädagogischen Massnahmen muss zusätzlich eine schriftliche Anordnung des Kantons oder der Schule vorliegen.

Ohne diese Angaben kann die Leistung mit dem BSV nicht abgerechnet werden.

Die rechtlichen Grundlagen hierzu bilden
- Art. 17 Datenschutzgesetz
- Art. 66 Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG)